09.10.16 – 22.10.16  Marina Carenero – Starfish Bay – Crawl Cay Bay – Rana Azul – Red Frog Bay – Marina Carenero

Am 9. Oktober sind wir zurück in Bocas. Auf unserem Schiff ist soweit alles ok. Aber es gibt trotzdem einiges zu tun, um es möglichst schnell startklar zu machen. Denn bereits am 11. Oktober kommen unsere Freunde Monika und Markus zu Besuch. Sie helfen bei der Putzete als «Matrosen» gleich tatkräftig mit.

Am 14.Oktober heisst es dann für unsere Riocaja endlich wieder «Leinen los» – unsere letzte Segelfahrt (mit kaputten Motor) liegt mehr als vier Monate zurück!

Monika ist zum ersten Mal auf einem Segelboot und hat sich mit Stugeron gut darauf vorbereitet.  Da die Gewässer bei den Bocas Inseln gut geschützt sind, gibt es hier garantiert keine hohen Wellen. So gelingt ihr der Einstieg ins Segeln problemlos.  Bald kommt Wind auf. Wir hissen die weissen Segel und gleiten wunderbar dahin durchs flache Wasser. Wir geniessen das gute Wetter. Monika und Markus sind  abwechslungsweise am Steuer. Das geht tipptopp und wir machen gleich einige Wenden. Nach gut drei Stunden erreichen wir unser Ziel, die Starfish Bay. Der Anker fällt im kristallklaren Wasser. Vom Ufer her klingt karibische Musik zu uns. Wir schwimmen an Land und geniessen das echte «Karibik-Feeling» mit RumDrink und Caipi bei Marcus´ selbstgezimmerter Beachbar.

Wir werden mutiger und wagen uns tags darauf hinaus in die hohe See, die sich aber von ihrer guten Seite zeigt und uns mit nicht allzu hohen Wellen begrüsst. Der Wind kommt raumschots (dh seitlich von hinten.  So segeln wir nur mit der grossen Genua (Vorsegel, ca. 50m2) und speeden mit 6 – 7 Knoten (11 – 14kmh)  der Insel Bastimentos entlang.  Unser Ziel heisst Zapatilla, eine kleine wilde unbewohnte Koralleninsel. Monika ist es doch etwas mulmig geworden und der Ankerplatz ist eindeutig zu unruhig. So segeln wir kurzerhand weiter und steuern wieder eine gut geschützte Bucht an. Nach mehr als vier Stunden fällt der Anker bei Crawl Cay. Mit dem Beiboot, dem «Dinghy», setzen wir über zum Apéro im schönen BeachBarRestaurant, gebaut auf Pfählen über Türkiswasser. Zurück müssen wir rudern, denn der Aussenborder stellt im Leerlauf einfach ab. Da tut sich doch nicht etwa eine neue «Baustelle» auf? Auf der Riocaja kochen Doris und Monika ein Superdinner mit Thunfischfilets und Gemüseratatouille. Merci villmool – das war Spitze! Bei Fast-Vollmond quatschen und spielen wir uns mit «Brändi Dog» gemütlich in die helle Nacht hinein.

Tags darauf ist das Wetter ziemlich mies. Doch vorerst regnets noch nicht.  Und beim Ankerhochholen lernt Chef-Matrose Markus auch die Drecksarbeit auf einem Segelschiff kennen. Die Kette ist mit Schlamm behaftet. Sie muss Meter für Meter geputzt werden. So dauert das Manöver gute zwanzig Minuten, ehe wir losfahren können. Ohne Wind und bei schlechter Sicht müssen wir durch das «riffverseuchte» Gebiet motoren. Dank den GPS-Waypoints gelingt das tipptopp. Schon nach knapp zwei Stunden sind wir am Ziel in der Poras Bay. Mit dem Dinghy rudern wir zum  versteckt gelegenen Restaurant Rana Azul des Österreichers Josef. Dort , mitten in der Wildnis, herrscht schon Grossbetrieb und rege Stimmung. Hier treffen sich jeden Sonntag viele Segler und Expats. Wir finden noch einen freien Tisch, bestellen zwei riesige Pizzas und eine grosse Filetsteakplatte für zwei Personen. Alles schmeckt wunderbar. Mittlerweile regnet es in Strömen. Wir tauschen uns aus mit anderen Seglern und warten ab, bis wir bei einer Regenpause zurückrudern. Abends können wir endlich Jassen, Doris’ liebstem Spiel. Freundschaftlich gibt es je einen Triumph für Mo/Ha und Do/Ma.

Montag, der 17. Oktober, ist bereits der vorletzte Segeltag für Monika und Markus. Wir hoffen auf besseres Wetter, aber dem ist leider nicht so. Wieder gibt es Ankerkette-Drecksarbeit, ehe wir losfahren. Wir machen einen Zwischenstopp in der Dolphin Bay,  kommen aber bereits zu spät für eine Führung durch die Chocolate Farm. So fahren wir weiter. Können aber die Segel nur für eine gute Stunde setzen. Wir steuern die völlig einsame Mangrovenbucht Pigeon Creek an. Das ist Natur pur! Leider hält hier der Anker überhaupt nicht. Nach viermaligem Versuch geben wir auf. Es ist schon nach vier Uhr, wir müssen uns beeilen. Denn das neue Ziel heisst Red Frog Bay. Wir schaffen es mit Motorkraft in eineinhalb Stunden und ankern  (zwei Versuche) noch vor dem Eindunkeln in der schönen grossen Bucht. Den Sprung ins Meer traut sich keiner zu, es wimmelt von Quallen. Dafür kreist in der Nacht ein Katzenhai um unser Schiff herum. Markus brät uns wunderbare Hackis/Frikadellen mit Kartoffeln und Ratatouille. Merci villmool.

Der letzte Tag bricht an. Vor der Heimkehr in die Marina möchten wir noch einen Zwischenstopp im Blue Coconut Restaurant machen. Da Restaurants in der Seekarte und im Segelführer nicht eingezeichnet sind, stecke ich die Waypoints in einer engen Zufahrt ab,  wo ich das Blue Coconut vermute. Als wir zum Einfahrtswaypoint kommen, sehen wir sofort, dass meine Route nicht die richtige ist. Die ist etwas weiter südlich, aber noch enger zwischen den Riffen hindurch. So entschliessen wir uns zur Umkehr und  steuern den «Heimathafen» an. Doris steuert die Riocaja souverän «wie eine Eins» zwischen den Pfählen durch zum Steg. Wir machen alle Leinen fest und die Riocaja liegt sicher vertäut an ihrem vertrauten Liegeplatz. Wir haben noch Zeit zu einem ausgiebigen Schwumm in der Aqualounge. Dann geniessen wir noch einen letzten gemütlichen Bordabend. Mit Gin&Tonic und Balboa zum Apéro. Mit fantastischem Pasta-Salat mit Hackfleisch, Zwiebeln, Pepis…und…und… Dazu ein feiner Rotwein.

Trotz durchzogenem Wetter haben wir diese gemeinsame Segelwoche voll geniessen können. Merci villmool, Monika und Markus! Es ist ein Markstein für unserer langjährige Freundschaft. Und habt noch eine tolle Urlaubswoche im schönen Relax-Resort an Panamas Pazifikküste!

 

 

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