3.11. –22.12. Kolumbien/Santa Marta – San Blas/Kuna Yala – Panama/Portobelo – Panama/Shelter Bay – Panama/Bocas del Toro

Zuerst mal ein Sorry für die lange Pause seit dem letzten Bericht. Aber wir hatten in den letzten Wochen zum Teil keine oder auch keine stabilen Internet-Verbindungen. Nun, was ist geschehen in diesen sieben Wochen?

3.11. – 9.11.
Wir geniessen in Santa Marta noch eine Woche Erholung. Und wir machen einen kleinen 2-Tages Ausflug nach Paormina in ein nettes Bagpacker-Eco-Hostel am kilometerlangen Palmenstrand. Eigentlich wollten wir hier endlich auch den schneebedeckten höchsten Berggipfel Kolumbiens (5775müM) sichten. Er ist ja nur knapp 40 Kilometer von der Küste entfernt. Aber das ist auch von hier aus nicht möglich – er bleibt hinter Wolken versteckt.

Adios Colombia – Buenos Dìas Kuna Yala!
Am 10.11. ist das Wetter- und Windfenster optimal für den 320-Seemeilen-Schlag nach Panama. Adios Colombia – das war eine beeindruckend schöne Zeit in einem wunderbaren grossen Land mit netten Menschen. Wir sind frohen Mutes, denn eigentlich sollte auf unserem Schiff wieder alles funktionieren – inklusive Generator und Wassermacher. Aber wie schon so oft, kommt es anders. Doch zunächst geniessen wir das Segeln mit Wind von hinten und ausgebaumten Segeln (Schmetterling). Wir kommen flott voran und stellen frohgemut den Generator und den Wassermacher an. Doch schon nach 10 Minuten stellt er wieder ab. Es ist das alte Problem – er ist überhitzt. Die Kühlung funktioniert nicht mehr. Die Reparatur von Sönke hat nicht lange durchgehalten. Wir trösten uns damit, dass wir bald eine neue Seewasserpumpe bekommen.

Am Morgen des dritten Tages kommt dann der nächste Hammer – ein Supergau! Schon seit einigen Stunden „riecht“ unser Schiff ganz seltsam, wir werden nicht schlau. Doch Doris mit ihrer „Spürnase“ findet schliesslich die Ursache: Es kommt aus unserer Batteriebox unter dem Bett. Wir öffnen sie und es dampft gewaltig. Unsere (neue)Starterbatterie und eine der vier Servicebatterien sind völlig überhitzt. Die Kabel sind schon angebräunt. Wir sind geschockt. Was wäre jetzt, wenn der Motor nicht mehr gestartet werden kann? Wir beraten, was wir „Laien“ tun können.
Zuerst natürlich abkühlen lassen, das ist klar. Die zweite Massnahme (Ladung der Starterbatterie unterbrechen) fruchtet aber überhaupt nicht. Wir stellen Lichtmaschine und Keilriemen ausser Betrieb. Aber da läuft das ganze Kühlwasser aus (immerhin konnte der Motor problemlos wieder gestartet werden). So nehmen wir halt einfach das Ladekabel von der Starterbatterie weg. Und wir überwachen die Ladung der Servicebatterien halbstündlich. Wir können weitersegeln.

Durch die mehrstündige Verzögerung wird unsere Reise um eine Nacht verlängert. Wir haben jetzt aber zu viel Zeit, denn wir wollen und können erst bei Tageslicht in die „riffverseuchten“ San Blas-Inseln einfahren. Diese Zeit können wir gut nutzen, indem wir den sogenannten „Squalls“ ausweichen. Diese Gewitterherde sind rund um uns herum und ihre Zugbahn erkennt man auf dem Radar sehr gut. Das gelingt uns recht gut. Wir fahren kreuz und quer und ab und zu auch wieder „rückwärts“.

Besuch aus der Schweiz
So erreichen wir am Morgen des vierten Tags (es ist der 13. November) noch regenfrei unser Ziel, das Kuna Yala-Städtchen Nargana. Der Regen wird aber bald zu unserem ständigen Begleiter. Die Trockenzeit beginnt ja auch erst im Dezember. Doch zunächst warten wir auf unseren Gast für die nächsten vierzehn Tage. Unser Freund Kari (ein erfahrener Skipper mit 20000 Seemeilen auf dem Buckel) kommt zu Besuch. Er hatte uns im Juni 2014 schon vor dem Start unserer Reise in La Spezia eine Woche lang geschult  Wir begrüssen Kari m Morgen des 16.November in Nargana.

Die San Blas Inseln (Kuna Yala)
Das sind mehrere hundert Inseln vor der Küste Panamas. Sie gehören rechtlich zum Staat Panama, aber sie werden mehr oder weniger autonom von den Kuna Indios bewohnt und verwaltet. In ihren jahrhundertealten Traditionen und Regeln. Das Gebiet umfasst auch einen Teil des Festlandes. Mehr über dieses interessante indigene Volk findet ihr im Internet.

Für die Segler sind die San Blas ein Traumziel. Wie kleine grüne Farbtupfer verteilen sie sich auf über 50 Kilometern entlang der Küste. Sie sehen alle fast genau gleich aus: flach, mit Palmen und/oder Mangroven bewachsen. Zumeist sind sie unbewohnt. Das ganze Gebiet ist dank Riffen bestens vor der Meeresbrandung geschützt. Die Navigation ist sehr knifflig, da es überall von Korallenriffen wimmelt. Zudem sind die Papierkarten und die elektronischen GPS-Karten sehr ungenau (gemäss GPS hätten wir da mehrmals direkt auf einem Riff geankert) Eine grosse Hilfe ist der Segelführer von Eric Bauhaus. Er hat ganz Panama (auch die pazifische Küste) genau ausgemessen (mehrere Millionen Messdaten) und ganz präzise Karten, GPS-Wegpunkte und navigationstaugliche Satellitenfotos erstellt. Mit diesem Guide und natürlich auch mit Augapfel-Navigation findet man die Wege zu den schönsten Ankerplätzen.

Für uns ist San Blas leider nur teilweise ein Traumziel. Denn das Wetter meint es gar nicht gut mit uns. Wir haben praktisch ununterbrochen Wolken und Regen. Da bleibt von den leuchtenden Farben des Wassers nicht viel übrig. Wir lassen uns die Stimmung aber nicht vermiesen. Und unser Freund Kari weiss als erfahrener Segler, dass man das Wetter so nehmen muss wie es ist. Wir finden viele schöne Ankerplätze – und lernen so das sorgfältige Navigieren durch die Riffe.

Spannend sind die Begegnungen mit den Kuna. Sie sind sehr klein gewachsen, leben in ganz einfachen Verhältnissen. Sie sind freundlich und hilfsbreit. Sie besuchen uns mit ihren Einbaum-Kanus, bieten Bananen, Gemüse, Getränke, Lobsters, und die Frauen ihre berühmten in aufwendiger Handarbeit gestickten und genähten Molas. Einer bringt unseren Aussenborder wieder zum Laufen. In Nargana können wir eine Panama SimCard (3$) plus Telefonguthaben und Daten laden. Das Handy Netz funktioniert dann mal mehr oder mal weniger gut – aber immerhin!

Frisches Flusswasser für die Riocaja
Da wir ja kein Wasser machen können, müssen wir es uns beschaffen. Auch da sind die Kunas hilfsbereit. Wir suchen im Dorf und finden bald einen jungen kräftige Mann, der uns verspricht, 600 Liter Wasser zu bringen. Und tatsächlich sehen wir ihn bald darauf, wie er mit seinem Kanu zur Flussmündung paddelt und in den Mangroven verschwindet. Eine Stunde später legt er bei der Riocaja an. Mit drei grossen Kunststofffässern. Mit zwei Eimern füllen wir das Wasser Hand by Hand um, und eine weitere Stunde später sind unsere zwei Tanks mit sauberem frischem Flusswasser gefüllt. Vielen Dank für den prompten Service. Eine Woche später können wir im Dorf Rio Azucar sogar an einem kleinen Steg anlegen und Wasser direkt ab Schlauchleitung auffüllen.

Der erste Fisch
Unterwegs von den Coco Bandera Cays zu der einsamen Insel Esnasdup gelingt uns endlich den erste erfolgreiche Fischfang. Es ist ein prächtiger Tuna, 80cmlang. Obwohl ich beim Filetieren aus Versehen fast drei Viertel der Stücke zusammen mit blutigem Wasser ins Meer „schmeisse“, bleiben noch genug wunderbare Tunafilets für drei bis vier Mahlzeiten für uns drei. Glück gehabt!

Segeltipps von Kari
Wir nutzen die Zeit mit Skipper Kari auch zum üben von Segelmanövern. Auch wenn wir schon eineinhalb Jahre unterwegs sind, wir wissen noch längst nicht alles. Kari kann uns wichtige Tipps und Kniffe zeigen, wie wir zu zweit besser und sicherer mit dem Segeln und Ankern zurechtkommen. Vielen Dank!

Mensch-über-Bord – das darf einfach nicht passieren
Bei einem Adhoc-Mensch-über-Bord-Manöver (natürlich mit einer Fenderboje) wird uns wieder einmal klar vor Augen geführt, dass diese Notsituation bei einer Zweier-Crew einfach gar nie eintreffen darf. Das Überbordgehen bei Nacht und oder bei schwerem Seegang ist fast ein Todesurteil. Das Auffinden ist schon schwierig bis unmöglich. Aber das Ansteuern (ohne die Person zu überfahren), das Steuer zu verlassen (das Boot hüpft/treibt unkontrolliert auf und ab, hin und her), das Anbringen eines Hakens und einer Leine vom Boot aus und dann das Hochhieven mit einer Winsch, das ist für eine Person allein schlicht nicht machbar. Das schafft auch kein Superman.

Natürlich und zum Glück gibt es noch das weltweite Notfallsystem EPIRB (man wirft diesen Seenotsender einfach über Bord zum oder in die Nähe des Verunglückten), Der Sender löst automatisch eine sofortige Seenotrettung aus und zeigt 48 Stunden lang die genaue Position. Das ist auf jeden Fall erfolgversprechender als der eigene Rettungsversuch. Aber je weiter man von einer Küste weg ist, desto kleiner wird die Chance, das die Rettung rechtzeitig eintrifft.

Deshalb gilt für uns: Rettungsweste und Lifebelt, an der Sicherheitsleine eingepiekt, immer bei Nacht und auch tagsüber bei Arbeiten an Deck ab Windstärke 6.

Tropische Moskitostiche
Etwas hat unseren Aufenthalt in den San Blas auch verkürzt. Drei simple Moskitostiche, ein bisschen gekratzt, und schon hat man eine böse Infektion. So geschehen bei mir. Ich hab nicht sofort reagiert und gedacht, das geht schon wieder vorbei. Welch eine Fehleinschätzung! Die Wunden im Bein werden immer eitriger und schmerzhafter. Die Fernhilfe aus der Schweiz und der Griff zu Antibiotika aus unserer Notapotheke haben vorerst überhaupt keine Wirkung. Es wird immer schlimmer. Darum segeln wir ans Festland zum kleinen Ort Portobelo. Von dort mit dem Bus nach Colon in eine Klinik. Der Arzt spritzt ein ganz starkes Antiobiotika. Die weiteren Spritzen kann ich dann in der kleinen Medizinstation in Portobelo „fassen“. Dann gibt’s nochmals sieben Tage Antiobiotika Tabletten. Erst nach fast vier Wochen Leiden zeigt sich Besserung. Die Wunden sind zu und ich kann wieder ins Wasser springen.

Doris hat auch einen Stich abbekommen. Sie reagiert aber schneller und kann schon nach fünf Tagen Antiobiotika wieder aufatmen.

Wegen der Moskitosache verlässt uns Kari einige Tage früher als geplant. Er nutzt die Zeit bis zu seinem Rückflug für einige Ausflüge ab Panama City. Vielen Dank Kari, dass du uns besucht und begleitet hast im fernen Panama!

Carlos – der „Super-Mech“
Schon in den San Blas treffen wir auf Carlos, der uns sofortige Hilfe für unsere Batterie- und Generatorprobleme verspricht. Zugegeben – das Überhitzungs-Batterieproblem löst er gut. Das hatte uns ein anderer „Super-Elektriker“ in Curacao eingebrockt. Aber dann stürzt er sich auf den Generator – und macht alles noch viel schlimmer. Seine wilde Ursachenforschung endet in einem Totalausfall des elektrischen Control-Displays. Er weist natürlich alle Schuld von sich. Wir jagen ihn zum Teufel.

Auf dem Tiefpunkt
Die andauernden Probleme und Sorgen mit der Riocaja zehren gewaltig an den Nerven und an der Substanz. Vor allem Doris ist total demoralisiert. Wann können wir endlich wieder einmal sorgenfrei segeln? Es zeigt sich auch, dass wir als Nicht-Techniker schlechte Voraussetzungen für eine Weltumsegelung mitbringen. Um eine Yacht autark zu führen, da muss man nicht nur Segeln können. Nein, man muss schon Mechaniker, Elektroniker, Energie-Manager und weiss-nicht-was-noch-alles sein. Da ist die Tatsache, dass alle Segler immer irgendwelche Probleme und Reparaturen haben, nur ein schwacher Trost. Wir (vor allem Doris) haben zwar schon viel gelernt und können Ölwechseln, Entlüften und Winschen fetten, Filter wechseln, Dieselfilter reinigen, WC-Pumpen ausbauen etc. etc. Für die ernsteren Fälle sind wir aber angewiesen auf Support. Die bekommen wir von den Seglern. Diese gegenseitige Hilfe und der Austausch der Erfahrungen auf hoher See zeichnet die weltweite Seglergemeinschaft aus. Das ist wirklich schön und tut uns Seglern allen gut. Und es entstehen immer neue Kontakte und Freundschaften.

Hilfe naht
Auch in Portobelo bekommen wir Hilfe in der „Not“. Wir treffen wieder auf Sam und Margot, früher als geplant, denn sie sind auch wegen eines medizinischen Notfalls in Portobelo gelandet. Was für eine Freude auf beiden Seiten. Wir haben uns mehr als drei Monate nicht mehr gesehen. Sam ist ein wahrer Alleskönner. Maschinenbauer von Beruf mit eigenem Betrieb und mehreren hundert Angestellten. Und er hat schon gut 30 Jahre Erfahrung mit Motor- und Segelbooten. Er geht alle Probleme analytisch, ruhig und sachlich an. Geht der Sache auf den Grund und findet fast immer die Ursache für das Problem. Und dann auch die Lösung. Das macht er auf seinem Schiff, genauso auch bei uns. So kommen wir dem Generatorausfall endlich auf die Schliche: Es ist die Kühlwasserpumpe und nicht die Seewasserpumpe, wie ich irrtümlich angenommen hatte. Unser Crewmitglied Sönke hatte auch darauf hingewiesen, dass diese Pumpe die Ursache sei. Aber all die anderen“professionellen Supermechaniker“, die wir konsultiert hatten, haben gar nichts oder das falsche herausgefunden.

Für das Control-Display finden wir Hilfe beim Segler David, einem Elektroniker aus Irland.. Er spürt die defekte Sicherung (die Carlos zerstört hatte) in den Eingeweiden des komplexen Generators auf. Jetzt fehlt nur noch die neue Pumpe für unser Glück. Die bringt unsere Tochter Bianca am 23.12. mit. Die Hoffnung lebt, dass wir bald wieder 220V-Strom haben und Wassermachen können.

Mit dem Kajak in die Wildnis
Doris macht mit Guide Jason eine Kajaktour in die Flüsse bei Portobelo. Es ist zwar anstrengend und regnerisch. Aber der Lohn sind beeindruckende Erlebnisse im unberührten einsamen grünen Dschungelgebiet. das ganz exklusiv den vielen Tieren gehört. Jason lebt da selbst ganz abgeschieden allein in einer Hütte. Er kennt jede Pflanze und jedes Tier. Das speziellste ist „Jesus Christ“ – eine Iguanaechse, die übers Wasser laufen kann!

Auftrieb in Panama City
Wir müssen mal weg von unserem Schiff und von unseren Problemen. Ich lade Doris zu einem 4-Tages-Trip nach Panama City ein. Mit den farbenfrohen Bussen Panamas ist das eine interessante und lautstarke Fahrt von gut dreieinhalb Stunden. Kostenpunkt 2 Dollar fünfzig pro Person. Wir geniessen die Annehmlichkeiten eines modernen Hotels mit ausgiebigem Frühstück. Wir besichtigen die Miraflores-Schleuse, wo gerade zwei riesige Kreuzfahrtschiffe die letzte Schleuse vor dem Pazifik verlassen. Im Museum verfolgen wir die gewaltige technische Meisterleistung. Das „achte Weltwunder wurde anfang des 20.Jahrhunderts unter heute unvorstellbaren Bedingungen gebaut. Tausende von Arbeitern starben dabei an Gelbfieber, Malaria und anderen tropischen Krankheiten. Es war aber auch die Geburtsstunde des Multikultistaates Panamà. Denn die Arbeiter aus zig verschiedenen karibischen, afrikanischen und zentralamerikanischen Ländern blieben sesshaft, gründeten Familien etc.

Panama City ist eine chaotische Grossstadt mit vielen Wolkenkratzern, unzähligen Banken und natürlich auch mit armen Vierteln. In der Altstadt Casco Viejo pulsiert das vorweihnachtliche Leben mit Marktschreiern, ultralauter Musik und unzähligen Verkaufsläden. Es gibt aber auch ruhige Ecken mit schön renovierten spanischen Kolonialgebäuden. Und etwas ausserhalb steht die Albrook Mall, das grösste Einkaufszentrum Südamerikas.

Das alles gibt uns wieder Mumm für das Weitersegeln. In einem schönen Seekarten- und Büchergeschäft finden wir zwei tolle Segelhandbücher für die westliche Karibik. Auch wenn wir die Weltumsegelung gestrichen haben – jetzt können wir wieder planen für die nächsten Monate in der Karibik. Wir fahren guten Mutes zurück nach Portobelo.

Ein überraschendes Wiedersehen
Am 15. Dezember segeln wir in die Shelter Bay Marina vor dem Eingang zum Panama Kanal. Und dort gibt’s ein Wiedersehen der ganz besonderen Art: Wir sehen das Schweizer Schiff Manaia. Ich sehe die Frau an Bord – wir schauen uns an und whow! Das ist doch Rosetta Ruzza, eine Kollegin aus meinen Berufszeiten in Oberwil. Das ist gut 15 Jahre her. Und weder sie noch ich hatten eine Ahnung, dass wir beide das gleiche Seglerleben gewählt haben. Das ist einfach unglaublich. Wir geniessen einen schönen Abend, zusammen mit weiteren deutschsprachigen Seglern. Aber am nächsten Tag heisst es schon Abschied nehmen: Tomaso und Rosetta segeln zu den San Blas Inseln. Und wir in die Gegenrichtung – nach Bocas del Toro – eine kleine Inselgruppe vor der Küste Panamas.

Segeln wie in der Nordsee
Der 28-Stunden-Trip nach Bocas verläuft sehr unruhig – wir haben lange keinen Wind, nur viele Wellen und eine starke Gegenströmung. Dazu eine gehörige Portion Regen. Kurz – das karibische Meer sieht so nicht anders aus wie die Nordsee zwischen Norwegen und Schottland.

Zudem ereilt uns auch weiteres Unheil mit dem Schiff – wir haben mehrere Liter Wasser in der Motorbilge. Doris sucht – und findet im Heckbereich (beim sogenannten Skeg) ein Leck: Aus einem kleinen Riss im GFK dringt Wasser ein. Diesen Schock müssen wir erst einmal verdauen. Uns ist klar, wir müssen das Schiff möglichst bald wieder aus dem Wasser nehmen.

Bianca und David kommen zu Besuch
Auf Bocas del Toro freuen wir uns ganz besonders: Denn über Weihnachten und Neujahr kommen unsere Tochter Bianca und ihr Freund David auf die Riocaja. Das ist einfach grossartig – und wir hoffen sehnlichst auf besseres Wetter, denn der viele Regen in Panama geht uns schon ziemlich auf den Wecker.

Wir wünschen euch allen schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!