Warum ist der Parasailor nicht rotblau?

Vom 6.7. bis zum 12.7. stehen abwechselnd Segeln, Arbeiten, Internetlen und natürlich Waschen auf dem Programm. Dazwischen ist das Wetter teilweise ziemlich mies und auch ein  mittlerer Nachtsturm fegt über La Spezia und unsere Marina Porto Mirabello hinweg. Draussen beim Segeln gibts auch sehr abwechselnde Winde. Den WM-Final kann Hans auf dem Nachbarsschiff verfolgen – es ist das einzige Spiel der WM, das er überhaupt gesehen hat. Ist aber weiter nicht schlimm. Die FCB-Fahne weht weiterhin auf unserer Riocaja. Dass er fortan auf die FCB-Spiele live verzichten muss, das tut schon ziemlich weh. Aber Mägge und Machu werden ihn via SMS und www. auf dem laufenden halten.

Doris ist der „Chef auf dem Schiff“. Nichts entgeht ihrer Aufmerksamkeit und ihrem unermüdlichen Einsatz. Die Riocaja ist garantiert die sauberste und aufgeräumteste Segelyacht im Hafen. Und auch in punkto Segeln und Manövrieren im Hafen ist sie einfach top.

Montagnacht, mitten im Sturm (der uns die Weingläser vom Cockpittisch fegt), kommt Hendrik nochmals für ein paar Tage zu Besuch. Er bringt uns den Parasailor mit, ein riesiges Ballonsegel (156m2!). Dieses soll uns dann im Winter im Passat über den Atlantik in die Karibik „wehen“. Es funktioniert ähnlich wie ein Gleitschirm (siehe Foto). Leider hat der Hersteller kein rotblaues Fussballherz und wir mussten ein blauweisses bestellen. Das ist aber weiter nicht schlimm, denn mein Heimatclub, der SC Binningen, trägt ja schliesslich auch diese Farben. Und das marineblau passt perfekt zum Meer und zu unserer Hallberg-Rassy.

Doch vorerst müssen wir das Segel hoch bekommen und bedienen können. Zu zweit ist das gar nicht so kinderleicht einfach wie es im Prospekt versprochen wird. Wir sind aber auch nicht mehr Kinder. Aus Bayern kommen Gerold und Renate zu uns, die uns an einem schönen Leichtwind-Tag das ABC des Parasailor-Segelns beibringen. Dafür ein grosses Dankeschön nach Deutschland.

Für einen zweiten Parasailor-Übungstag kommt unser Nachbar im Hafen freundlicherweise mit. Leonardo ist Segellehrer und er zeigt uns auch noch einige Trimmtricks, dh auf gut deutsch, wie man bei wenig Wind trotzdem einigermassen schnell vorankommt. Mille Grazie für diesen wunderschönen Segeltag im Golf von La Spezia.

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