Sail away 3.5 – 10 Monate vom Plan bis zum Start

August 2013. Wir fassen den Entschluss, erstellen ein Richtbudget und stecken die finanzielle Machbarkeit und den Zeitrahmen ab. Dann sprechen wir zuerst mit unseren Kindern Anja, Bianca und Dario. Sie sind sofort damit einverstanden, und -ganz wichtig- Anja ist nach Absprache mit ihren Geschwistern bereit, während unserer Abwesenheit das Ramp-Familien-Haus in Breitenbach zu mieten. Toll, wir können mit der Planung beginnen.

September – Dezember. Das Budget steht und als erstes Projekt kommt geich der grösste Einzelposten dran: Wir suchen ein geeignetes Schiff, das uns sicher über die Weltmeere tragen soll. Nach Besichtigung von mehreren Yachten in mehreren Marinas in Italien, finden wir Anfang Dezember in La Spezia DIE Yacht, die uns gefällt: Eine Hallberg Rassy 42, Jahrgang 1994. Kurz vor Weihnachten ist der Kauf vollzogen. Unser Dank gilt vor allem auch Fredi Schüpbach vom CCS Basel, der uns fachkundig begleitet und bei der genauen Schiffsinspektion unterstützt hat.

Januar – März 2014. Wir bereiten uns und das Schiff auf die grosse Reise vor. Das heisst: grosse Check- , Ausrüstungs- und ToDo-listen, viele administrative Dinge, wie Steuern, Wohnsitz behalten ja/nein. Krankenkasse, Schiffsversicherung etc. etc. Wir fahren ca. alle 4 Wochen für einige Tage nach Italien und machen eine Generalreinigung und richten es innen wohnlich ein. Die Schweizer Flagge bekommen wir erst im März, nach einer Expertise durch einen italienischen Schiffsinspektor. Das erfreuliche Fazit: Unser Schiff ist in einem guten Zustand und absolut hochseetüchtig. Aber es ist noch lange nicht vollständig ausgerüstet für die weltweite Fahrt.

April – Mai. Wir starten mit unserem Freund Etienne zu einer ersten kurzen Tour in der Bucht von La Spezia. Es ist ein klassischer Fehlstart. Schon nach wenigen Minuten ist der Motor überhitzt, wir stellen ihn sofort ab und müssen technische Hilfe anfordern. Die Ursache: aus unerfindlichen Gründen war der Einlass für die Wasserkühlung geschlossen. Doch tags darauf gelingt uns die erste Segeltour dann doch noch. Wir heissen die Segel und kreuzen bei böigen Winden durch die Bucht von La Spezia. Ein schönes Gefühl!

Mai – Juni. Die Liste der notwendigen Zusatzausrüstung wird immer länger und die Zeit bis zu unserem „Umzug“ aufs Schiff immer weniger. Zu zwei ganz grossen Brocken entscheiden wir uns erst im Mai: Ein Watermaker (Entsalzungsanlage) macht uns unabhängig, weil wir unser Trinkwasser immer selbst herstellen können, und ein Parasailor (ein neuartiges farbiges Spinakersegel). Mit seinen 156qm soll er uns bei Rückenwind schneller vorantreiben und dank einfacherem Handling auch sicherer über den Atlantik bringen.